Glossar

V-Modell

Das V-Modell ist ein im Bundesfernstraßenbau angewandtes ÖPP-Modell, bei dem der ÖPP-Auftragnehmer auf einem bestimmten Streckenabschnitt Planungs-, Bau-, Betriebsdienst- und Erhaltungsleistungen über einen langfristigen Zeitraum wahrnimmt. Zudem muss er einen eigenen Finanzierungsbeitrag leisten Eigen- und Fremdkapital. Die Vergütung unterscheidet sich vom A-Modell im Wesentlichen darin, dass der Auftragnehmer ein verkehrsmengenunabhängiges Verfügbarkeitsentgelt erhält.

Das Verfügbarkeitsentgelt richtet sich nach dem Umfang und der Qualität der Verfügbarkeit des bestimmten Streckenabschnittes für die Verkehrsteilnehmer. Die Vertragsparteien vereinbaren im ÖPP-Vertrag, in welchem Umfang die Vertragsstrecke jährlich uneingeschränkt verfügbar sein soll, d. h. beispielsweise ohne baubedingte Fahrstreifenreduzierungen oder Geschwindigkeitsbeschränkungen. Das Verkehrsmengenrisiko, das der Auftragnehmer nicht beeinflussen kann, wird reduziert. Er trägt es nur noch mittelbar, wenn durch höheres Verkehrsaufkommen zusätzliche Erhaltungsmaßnahmen notwendig werden, die zu Lasten des privaten ÖPP-Partners gehen.

Ein Beispiel für die Anwendung des V-Modells ist die A9.

 
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