Sanierung des Bahnhofs Sangerhausen

29.04.2015

Sanierung des Bahnhofs Sangerhausen

Vertragsunterzeichnung und symbolischer Baubeginn

Auf dem Weg zur erfolgreichen Sanierung des denkmalgeschützten Bahnhofs in Sangerhausen wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Das Vergabeverfahren ist Ende März 2015 mit der Vertragsunterzeichnung zwischen der Städtischen Wohnungsbau GmbH Sangerhausen (SWG) und der Bilfinger Hochbau GmbH zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen. Der symbolische Baubeginn ist bereits am 09. Mai anlässlich des Tages der Städtebauförderung vorgesehen. Als Fertigstellungstermin wurde der 31.10.2016 vertraglich vereinbart. 

Die Stadt Sangerhausen hat den Bahnhof sowie das engere Umfeld von der Deutschen Bahn AG mit dem Ziel erworben, durch umfassende Sanierungsmaßnahmen und die Implementierung neuer Nutzungen eine Aufwertung des denkmalgeschützten Gebäudeensembles und Rückgewinnung der ursprünglichen Bedeutung als „Tor zur Stadt“ zu erreichen. Die Stadt Sangerhausen wählte den Weg einer Öffentlich-Öffentlichen Partnerschaft (ÖÖP) mit der SWG, um diese Investitionen finanzieren zu können. Die Stadt Sangerhausen veräußerte die erworbenen Bahnhofsflächen an die SWG. Die SWG realisiert die Baumaßnahmen und vermietet anschließend alle Nutzflächen an die Stadt, wobei die Stadt einen Teil der Flächen für die Bibliothek und das Bürgerbüro selbst nutzt. In die Finanzierung werden Fördermittel der Nahverkehrsservice Sachsen Anhalt GmbH (NASA) und der Städtebauförderung eingebunden. 

Die SWG hat in Zusammenarbeit mit der VBD Beratungsgesellschaft für Behörden mbH die Planungs-, Bau und Finanzierungsleistungen in einem mehrstufigen Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem europaweitem Teilnahmewettbewerb ausgeschrieben. In diesem Verfahren hatte die Bilfinger Hochbau GmbH das wirtschaftlichste Angebot für die Sanierung des Bahnhofs mit einer Nutzfläche von ca. 2.380 m² sowie der Schaffung einer Stellplatzanlage mit 92 Stellplätzen (davon 50 Stück für Park+Ride) erarbeitet. Die planerische Herausforderung bestand bei der Sanierung des Bahnhofs insbesondere in einem behutsamen Umgang mit dem Bestand unter Berücksichtigung der denkmalschutzrechtlichen Belange. 

Nach der Fertigstellung der Umbau- und Sanierungsarbeiten soll das Gebäude städtische Nutzungen (Stadtbibliothek, Bürgerbüro, Verbraucherschutzzentrale), gewerbliche Nutzer (Bäcker, Touristeninformation, Buchladen, Restaurant, Betreuungsbüro) sowie mit der Abellio Rail GmbH den zukünftigen Betreiber des Schienennetzes Saale-Thüringen-Südharz (STS) beherbergen und den bahnreisenden sowie den Kunden der Bahnhofsnutzer umfassende Parkmöglichkeiten bieten. 

Der Landkreis Mansfeld-Südharz als zuständige Kommunalaufsichtsbehörde hat bereits die kommunalaufsichtsrechtliche Genehmigung für die Umsetzung des Vorhabens erteilt.

Die VBD Beratungsgesellschaft für Behörden mbH erarbeitete zunächst für die Stadt Sangerhausen die vorläufige Wirtschaftlichkeitsuntersuchung und entwickelte das ÖÖP-Modell. Anschließend erstellte die VBD die Vergabeunterlagen für die SWG einschließlich der funktionalen Bauleistungsbeschreibung, unterstützte die SWG bei der technischen und wirtschaftlichen Bewertung der Angebote, erarbeitete projektbegleitende Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen und wird im weiteren Planungs- und Bauprozess die Projektsteuerung und das Baucontrolling für die SWG übernehmen.

 
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