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Investitionskosten
stellen in vielen Fällen nur 25 bis 30% der Gesamtkosten einer
Immobilie über die gesamte Nutzungsdauer dar. Es besteht ein
unmittelbarer Zusammenhang zwischen Funktionalität des Bauwerkes
sowie der Qualität des Bauens und den späteren Bauunterhalts-,
Betriebs- und Bewirtschaftungskosten. Es liegt auf der Hand, dass
durch die Berücksichtigung der späteren Nutzungskosten
bereits in der Planungsphase das wirtschaftlichste Verhältnis
zwischen Errichtungs- und Betriebskosten gefunden werden muss. Ein
existenzielles Interesse daran, diese wirtschaftlichste Lösung
zu finden, hat derjenige, der die Gesamtkosten und -risiken einer
Immobilieninvestition zu tragen hat. Insofern stellt der Lebenszyklusansatz
ein entsprechendes Anreizsystem für den privaten Anbieter dar.
Dieser Erkenntnis wird z.B. bei PPP-Projekten in Großbritannien
Rechnung getragen. Der private Auftragnehmer ist für die Planung,
den Bau, die Finanzierung und den Betrieb verantwortlich und trägt
die daraus resultierenden Risiken über die gesamte Nutzungsdauer.
Hier sorgt die Lebenszyklusbetrachtung für eine bessere Planungs-
und Bauqualität und garantiert einen besseren Standard hinsichtlich
Bauunterhalt und zusätzlicher Serviceleistungen in der Betriebsphase.
Auch die Privatwirtschaft in Deutschland nutzt für bei Immobilieninvestitionen
den Lebenszyklusansatz, um Effizienzgewinne über die Gesamtnutzungsdauer
zu erzielen und ein besseres Kostenmanagement zu etablieren.
Aktuell werden umfassenden PPP-Modelle durch die öffentliche
Hand auch in Deutschland verstärkt nachgefragt und es entwickeln
sich die notwendigen Markstrukturen, damit der Betrieb der Immobilien
effizient angeboten werden kann. Wenn sich ein Projekt grundsätzlich
dafür eignet, spricht vieles dafür, Leistungen aus der
Betriebsphase in die Ausschreibungen aufzunehmen.
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